↬ zeit.de: Wenn Rettung in die Katastrophe führt

Als Anfang August ein Schiff mit 600 Menschen an Bord im Mittelmeer gekentert ist, habe ich für ZEIT Online mit Paula Farias von Ärzte ohne Grenzen und Martin Xuereb gesprochen, die Flüchtlinge in Seenot retten:

"Wir können das Sterben auf See lindern, aber nicht verhindern", sagt Xuereb. "Um es zu beenden, müssen wir den Menschen legale Wege geben, um nach Europa einzureisen. Die meisten Menschen, die über das Meer kommen sind Asylsuchende, die ein Recht auf Asyl haben. Wir müssen ihnen Wege geben, diese Rechte zu nutzen, ohne ihr Leben zu riskieren", sagt Farias.

Jetzt ist der Sommer vorbei, deshalb hören wir nichts mehr von Toten auf dem Mittelmeer. Aber nächsten Sommer wird es weiter gehen, wenn sich an der EU-Politik nichts ändert.