Piroggen im Wedding

Im Mai 2014 war ich mit vier anderen Redakteuren der UnAuf auf Recherchereise in Polen. Vorher haben wir uns in der Pierogarnia auf unsere Reise eingestimmt.

Nicht jeder hat wie wir das Glück, im Auftrag der UnAufgefordert für eine Woche durch Polen zu reisen. Aber um in den Genuss polnischer Küche zu kommen, muss man das auch gar nicht. Stattdessen kann man einfach der Pierogarnia im Wedding einen Besuch abstatten.

Bevor wir nach Polen aufgebrochen sind, haben wir einen Abend in der Pierogarnia verbracht. Dort kann man zwei Dinge ganz wunderbar tun: sich den Magen vollschlagen, bis man platzt. Und Bier und Wodka trinken, bis man wieder Appetit bekommt. Hauptattraktion sind die Piroggen, die polnische Interpretation der Maultasche. „Pirogge“ ist wohl urslawisch und hieß ursprünglich „Gelage“. Der Name ist also Programm. Die Piroggen in der Pierogarnia sind handgemacht, werden dann in Wasser gekocht und mit gebratenen Zwiebeln serviert.

Wir haben uns einmal quer durch die Speisekarte gegessen: es gibt Piroggen gefüllt mit Schweinefleisch, mit Spinat und Feta, mit Kartoffeln und Käse, mit Sauerkraut und Pilzen und mit Linsen. Es braucht also kein Vegetarier oder Veganer mit leerem Magen nach Hause gehen. Und zum Nachtisch gibt es natürlich auch Piroggen. Die werden mit Vanillequark oder frischem Obst gefüllt und mit Semmelbröseln serviert.

Neben der Piroggen bietet die Pierogarnia aber auch Bigosch (ein Eintopf mit Sauerkraut und Speck) und eine sehr leckere Rote-Bete-Suppe („Barszcz“), die auf Wunsch „mit Öhrchen“ serviert wird. Das sind Tortellini, gefüllt mit Sauerkraut und Waldpilzen. Dazu trinkt man polnisches Bier und hinterher ausgezeichneten Wodka. Wer also gerade keine Zeit hat, nach Polen zu reisen, findet in der Pierogarnia einen sehr sättigenden Ausgleich. Guten Appetit von der UnAufgefordert!

Pierogarnia
Turiner Straße 21 (Nähe der U6, Station „Leopoldplatz“)
Dienstag bis Freitag ist ab 16 bis „mindestens“ 22 Uhr geöffnet, Samstag ab 13 Uhr. Sonntag und Montag geschlossen.

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