Eine Pasta für nach Mitternacht

Viel trinken, viel tanzen und viel lachen ist ein luxuriöser Exzess, der keinen ekligen Döner als Abschluss verdient, sondern diese dekadente Nachmitternachtspasta, die alle vier Kriterien eines Gerichts für betrunkene Heimkehrer erfüllt:

  1. Man braucht nur sechs Zutaten, von denen man vier sowieso immer da hat.
  2. Es ist so einfach, dass es komplett ohne Mengenangaben auskommt.
  3. Zubereitungszeit: Kochzeit der Nudeln + zwei Minuten.
  4. Gerade aus versehen ein Stockwerk zu tief aufzuschließen versucht? Egal. Das Gericht gelingt immer.
Zutaten
So wird’s gemacht

Die Nudeln kochen. Kurz bevor die Nudeln fertig sind, ein großes Stück Butter in einer beschichteten Pfanne schmelzen. Damit die Butter nicht verbrennt, einen Schluck Nudelwasser dazugeben. Die WG-Küche gibt keine Butter her? Olivenöl geht auch.

Die Nudeln abgießen und dabei einen Teil des Nudelwassers in einem Glas auffangen. Die Nudeln zur Butter-Wasser-Mischung geben, mit vielviel Pfeffer würzen und vielviel geriebenen Parmesan darüber geben (hier lohnt sich ausnahmsweise der fein geriebene Tütenparmesan mal). Salzen und umrühren.

Wenn der Käse beim Rühren geschmolzen ist, sollte eine cremige Soße entstehen. Falls nicht, einfach etwas Nudelwasser hinzugeben. Zu flüssig? Mehr Parmesan. Nochmal pfeffern und servieren.

Mit einem großen Glas Wasser servieren. Satt und zufrieden ins Bett fallen.

Schnell noch die Begleitung beeindrucken

Eigentlich heißt das Rezept Cacio e Pepe, was „Käse und Pfeffer“ in irgendeiner Abart des Italienischen heißt. Nachmitternachtspasta habe ich mir ausgedacht und klingt viel besser. Eins noch: Wenn man die leere Pfanne mit warmem Wasser und einem Schuss Spüli über Nacht stehen lässt, ärgert man sich am nächsten Tag nicht über ein klebriges Abwaschdesaster. Gern geschehen. Guten Appetit.

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